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... tja, das ist gar nicht so einfach, denn so unterschiedlich Gott uns gemacht hat, so bunt stellt sich dann auch seine Gemeinde dar. Gemeinde ist eine ziemlich geniale Erfindung. Hier kommen Menschen zusammen, deren einziger Berührungspunkt zunächst nur der ist, dass sie alle an Jesus glauben. Und das kann dann quer durch alle Alters- und Berufsgruppen, soziale Stellungen und Interessenslagen gehen. Aber das Erstaunliche ist: Trotz dieses einzigen Berührungspunkts kommen alle miteinander klar, sind füreinander da und lieben sich (meistens zumindest ...)


Aber dafür muss man doch keinen „Verein“ gründen und immer zusammenglucken! Nein, ein Verein ist tatsächlich nicht nötig, und immer hockt man auch nicht zusammen. Aber das Prinzip „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist“ – das gilt nicht nur für Mann und Frau, sondern für alle Menschen. Einer braucht den anderen, keiner kann alles. Die Bibel beschreibt das ganz anschaulich im Bild des menschlichen Körpers. Die einzelnen Glieder einer Gemeinde fungieren wie Glieder und Organe am Körper, das eine kann nicht ohne das andere.

Das mit dem Berührungspunkt stimmt zwar, aber nicht so ganz. Eigentlich ist es mehr eine gemeinsame Basis, auf der alle Christen und damit die Glieder einer Gemeinde stehen. Diese Basis hat einen Namen – Jesus, der Sohn Gottes. Menschen, die an ihn glauben, haben die Erfahrung gemeinsam, dass sie durch ihn Vergebung ihrer Sünden erlangt haben, also für alles Versagen, alles das, für das man sich schämt. Dadurch sind sie zu Kindern Gottes geworden und in seine Familie „hineingeboren“ worden. Tatsächlich ist „Familie Gottes“ auch eine schöne Bezeichnung für Gemeinde. Wie in jeder Familie gibt es auch in einer Gemeinde (pssst: auch bei uns!) mal Zoff, doch da wir alle die Erfahrung teilen, von Gott Vergebung bekommen zu haben, fällt es uns dann nicht mehr so schwer, auch den anderen Familienmitgliedern zu vergeben. Damit ist klar, dass Gemeinde kein „heiliger Club“ ist, in den nur ganz besonders fromme Leute aufgenommen werden (obwohl Christen schon bemüht sind, dem Vorbild Jesu zu folgen und das auch im alltäglichen Leben Auswirkungen haben zu lassen).

Am augenfälligsten wird Gemeinde natürlich da, wo man zusammenkommt, also im Gottesdienst, den Gruppenstunden und manchem mehr, aber Familie sind wir nicht nur, wenn wir gewissermaßen am Mittagstisch zusammensitzen. Gemeinde „passiert“ auch zwischen diesen Anlässen, etwa dann, wenn jemand einen anderen anruft, um sich über sein Befinden zu erkundigen oder für ihn zu beten, wenn man sich praktisch hilft oder auch, wenn man sich zu Sport und Spiel verabredet.

Auch wenn wir unsere Gemeinde sehr gern haben, so heißt das nicht, dass wir die Gemeinde sind. Wir fühlen uns mit allen den Menschen und Gemeinden verbunden, welche die genannte Basis teilen, und freuen uns mit ihnen, wenn es ihnen gut geht und sie gedeihen.

Kurzum: Gemeinde ist etwas ganz Tolles.

 
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ANEMOAPR08 15
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